Informationen und Anregungen für Schüler und Lehrer

Für Schulklassen bieten die verschiedenen Projektpartner ein umfangreiches Programm an, das sich auf vielfältige Weise dem Thema “Schwabenkinder” nähert. So können nicht nur Ausstellungen besucht werden, sondern darüber hinaus museumspädagogische Projekte einen Eindruck des Alltags der Schwabenkinder geben oder aber auf Wanderwegen die beschwerliche Reise ein Stück weit selbst nachempfunden werden.

Bauernhaus-Museum Wolfegg Humpis-Quartier Ravensburg Angelika-Kauffmann-Museum-Schwarzenberg Elementa-Walgau Museum-Regiunal-Surselva-Ilanz

Bauernhaus-Museum Wolfegg

Ebenfalls sehr umfassend werden die “Schwabenkinder” im Bauernhaus-Museum Wolfegg behandelt. Dort gibt es neben der großen Dauerausstellung die Möglichkeit, Projekte zu den Tehmen Ernährung, Alltag und Wohnen durchzuführen. Diese Projekte bieten einen Eindruck der alltäglichen Arbeiten und Lebenssituationen der Schwabenkinder und stellen dadurch auch für die Kinder nachvollziehbar einen Bezug zur Gegenwart dar. Durch Praxis und Aktivität werden den Kindern die Aufgaben und Schwierigkeiten der Schwabenkinder zu ihren eigenen – Praxis und Aktivität können so zu einem besseren Verständnis und Bewusstsein für die Geschichte verhelfen.

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Humpis-Quartier Ravensburg

Ravensburg im 19. Jahrhundert: dies bedeutet Industrialisierung und wirtschaftlicher Erfolg, es bedeutet aber auch die Zeit, in der sich hier der größte Schwabenkindermarkt der Region befand. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Einblick in diese Zeit der Dynamik und des Aufbruchs, in der man unter Kindheit etwas anderes verstand als heute. Anhand von Kinderbiografien erfahren sie mittels Audioguide vom beschwerlichen Weg der 8-14-jährigen Jungen und Mädchen von den Alpentälern nach Ravensburg. In einer szenischen Darstellung nehmen sie selbst die Rolle der Schwabenkinder ein und setzen sich mit der bedrückenden Situation auf dem Hütekindermarkt in der Ravensburger Bachstraße auseinander.

Die Schwabenkinder und Ravensburg im 19. Jahrhundert: Für Schulklassen ab Klasse 6, dienstags bis freitags im Zeitraum zwischen 8-11.30 Uhr nach vorheriger Anmeldung möglich, 90 €, Eintritt frei; Familienführung jeweils am letzten Sonntag im Monat, 11 Uhr.

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Angelika Kauffmann Museum Schwarzenberg 

Einmalig findet die Multimediale Lesung von Regina Lamperts „Die Schwabengängerin“ statt: Schüler/innen der Theatergruppe des BORG Egg lesen aus Regina Lamperts „Die Schwabengängerin“ und setzen sich in Wort, Bild und Musik mit dem Thema „Kinderarbeit einst und heute“ auseinander.

Donnerstag, 08. November 2012, 19.30 Uhr, Angelika Kauffmann Museum

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Elementa Walgau

Kinderkino spezial: Wie sieht die Armut aus? Hier werden anlässlich des Projekts ‚Schwabenkinder‘ der Elementa Walgau Kinderfilme und Filmklassiker gezeigt, die sich mit dem Thema ‚Kinder und Armut‘ beschäftigen. Für das junge Publikum werden zu den Filmen Möglichkeiten zur Reflexion des Gesehenen Einführungen, Schreibworkshops und Diskussionen) angeboten.

Schreibwerkstätte & Theateraufführung: Was heißt hier „arm“? Mit speziellen Schulvorstellungen. Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit dem Thema Armut anhand lokal- und familiengeschichtlicher Informationen. Schreibund Bildwerkstätten, Theaterimprovisationen, Diskussionen, Befragungen und Interviews. Jugendtheater im Rahmen von Macht/Schule/Theater.

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Museum Regiunal Surselva Ilanz

Gieri und Anna Maria – Zwei Geschwister ziehen ins Schwabenland: Die romanische Surselva, die Talschaft des Vorderrheins oberhalb des grossen Flimser Waldes, gehörte bis weit ins 20. Jh. zu den ärmeren Regionen des Kantons Graubünden und hatte dementsprechend einen grossen Anteil an der Schwabengängerei. Um 1850 wanderten jährlich gegen tausend Mädchen und Knaben aus Graubünden in Richtung Schwabenland. Das Schicksal dieser Kinder hat das MRS in zwei Workshops für Schulklassen der Mittel- und Oberstufe didaktisch aufbereitet. Gieri und Anna Maria sind die Protagonisten einer Geschichte, die sich als roter Faden durch die zweistündige Veranstaltung zieht. Zum Workshop gehören diverse Arbeitsblätter, eine Werkarbeit sowie der Vergleich zu Kinderarbeit und Kinderrechten heute. Die Workshops werden in Absprache mit den Lehrpersonen koordiniert und durchgeführt. Informationen sind bei der Museumsleitung erhältlich.

Erlebniswerkstätten zu alten Handwerkstechniken: Für Schulklassen und Gruppen bietet das Museum Regiunal Surselva neun unterschiedliche Erlebniswerkstätten an, in denen aktiv und auf spielerische Weise alte handwerkliche Techniken vermittelt werden, z.B. Sägen und Holzen, Spinnen und Weben, Brot backen, Waschen oder Melken und Buttern. Auch die Werkstätten zum Thema Schwabengängerei werden in dieser Reihe angeboten. Die meisten Erlebniswerkstätten finden im Ilanzer Museum statt und beziehen die Ausstellung mit ein. Zwei Kurslokale – eine historische Sägerei und eine Dorfmühle – liegen in Nachbardörfern und sind gut mit Wanderungen oder Schulreisen kombinierbar.

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